Alles rund um das Therapiegebiet Diabetes Typ 2
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Sie leiden an Diabetes Typ 2 und möchten Ihren Beitrag zur Erforschung der Erkrankung leisten? Nehmen Sie an einer klinischen Studie teil und profitieren Sie von den neuesten Therapien!
Inhaltsverzeichnis:
- Was ist Diabetes Typ 2?
- Was sind typische Symptome von Diabetes Typ 2?
- Welche Typen von Diabetes gibt es?
- Welche möglichen Ursachen für Diabetes Typ 2 gibt es?
- Derzeitige Behandlungsmöglichkeiten bei Diabetes Typ 2
- Aktueller Forschungsstand
- Klinische Studien zu Diabetes Typ 2 – häufig gestellte Fragen
1. Was ist Diabetes Typ 2?
Diabetes Typ 2 ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der die Blutzuckerwerte dauerhaft erhöht sind. Die Körperzellen entwickeln eine Insulinresistenz. Das heißt, sie reagieren nur schwach auf das Hormon Insulin, das dazu dient, Zucker (Glukose) aus dem Blut in die Zellen zu transportieren. In der Folge nehmen die Zellen zu wenig Zucker aus dem Blut auf. Patient:innen mit Diabetes Typ 2 benötigen daher mehr Insulin als gesunde Menschen, damit genügend Zucker in die Zellen gelangt.
Was passiert im Körper bei Diabetes Typ 2?
Diabetes Typ 2 ist eine Stoffwechselerkrankung. Dabei ist der Blutzucker dauerhaft zu hoch. Normalerweise hilft das Hormon Insulin, Zucker aus dem Blut in die Körperzellen zu bringen. Dort wird Zucker als Energie genutzt. Bei Diabetes Typ 2 reagieren die Zellen jedoch schlechter auf Insulin. Das nennt man Insulinresistenz. Dadurch bleibt zu viel Zucker im Blut. Die Bauchspeicheldrüse versucht zunächst, mehr Insulin zu produzieren. Mit der Zeit kann sie überlastet werden und produziert dann immer weniger Insulin. Ein dauerhaft hoher Blutzucker kann dem Körper schaden. Mögliche Folgen sind Schäden an Nieren, Nerven, Augen und Blutgefäßen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diabetes Typ 2 tritt häufig bei Menschen mit Übergewicht auf. Auch Alter, Vererbung, ungesunde Ernährung, Rauchen und zu wenig Bewegung können das Risiko erhöhen. Mit einer guten Behandlung, gesunder Ernährung, Bewegung und regelmäßigen Kontrollen können viele Menschen mit Diabetes Typ 2 gut leben und Folgeerkrankungen vermeiden.
2. Was sind typische Symptome für Diabetes Typ 2?
Wie äußert sich Diabetes Typ 2? Anzeichen für einen erhöhten Blutzuckerspiegel sind:
- starker Durst
- erhöhter Harndrang
- Austrocknung des Körpers und der Haut
- Müdigkeit
- Schwäche und Schwindel
- Übelkeit
- schlechte Wundheilung
- Sehstörungen
- Muskelkrämpfe
In schweren Fällen kann es zu Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit kommen.
Diabetes Typ 2: die Folgen
Zu Beginn verursacht ein Typ-2-Diabetes kaum Beschwerden. Ist der Blutzucker über einen langen Zeitraum (mehrere Jahre) erhöht, können jedoch Blutgefäße geschädigt werden. Dabei kann es zu verschiedenen Folgeerkrankungen kommen:
- Nierenschädigung: leichte bis schwere Nierenschädigungen bis hin zur Notwendigkeit einer Dialyse
- Augenerkrankungen: Sehstörungen (diabetische Retinopathie), Schädigung der Netzhaut (bis hin zur Blindheit)
- Nervenschädigung: Kribbeln in den Beinen bis hin zur Gefühllosigkeit
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Herzinfarkt oder Schlaganfall, besonders bei Bluthochdruck
- Durchblutungsstörungen: Schädigung der Beinarterien (diabetischer Fuß) bis hin zur Notwendigkeit einer Amputation
- schlecht heilende Wunden
3. Welche Typen von Diabetes gibt es?
Die Erkrankung Diabetes wird in drei Typen eingeteilt:
Diabetes Typ 1
Bei Diabetes Typ 1 ist die Bauchspeicheldrüse nicht imstande, Insulin zu produzieren. Dieser Typ beginnt häufig bereits im Kindesalter. Die Patient:innen sind ihr Leben lang auf Insulinspritzen angewiesen.
Diabetes Typ 2
Bei Patient:innen mit Typ-2-Diabetesproduziert die Bauchspeicheldrüse ausreichend Insulin, die Körperzellen sprechen jedoch nicht ausreichend auf das zur Verfügung gestellte Insulin an. Dieser Typ von Diabetes betrifft 90 Prozent der Diabetes-Patient:innen. Er tritt für gewöhnlich in fortgeschrittenem Alter auf und wird daher häufig Altersdiabetes genannt.
Diabetes Typ 3
Unter Typ-3-Diabetes werden alle Ausprägungen von Diabetes zusammengefasst, die nicht unter Typ 1 und 2 fallen. Zum Typ 3 zählen verschiedene Krankheiten, die sich in Diabetes-Symptomen äußern, so etwa Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, des Hormonsystems oder genetische Defekte.
4. Welche möglichen Ursachen für Diabetes Typ 2 gibt es?
Wie entsteht Diabetes Typ 2? Die Ursachen hängen nach aktuellem Forschungsstand vor allem mit einer ungesunden Lebensweise zusammen, wie etwa Fehlernährung oder Bewegungsmangel. Jedoch spielen auch die Gene eine Rolle dabei, ob jemand an Diabetes Typ 2 erkrankt.
Veranlagung
In manchen Familien tritt Diabetes Typ 2 gehäuft auf. Daher ist davon auszugehen, dass die Erkrankung in vielen Fällen auf genetische Veranlagung zurückzuführen ist. Liegt eine solche Veranlagung vor, bricht die Erkrankung jedoch in der Regel nur aus, wenn weitere Faktoren wie Übergewicht oder Insulinresistenzen auftreten.
Diabetes-Typ-2: Risikofaktoren
Manche Menschen haben ein erhöhtes Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, etwa bei:
- Übergewicht
- Mangel an körperlicher Betätigung
- ungesunder Ernährung (wenige Ballaststoffe, viel Fett und Zucker)
- Einnahme von Medikamenten, die den Zuckerstoffwechsel behindern
Darmhormone
Neben der Insulinresistenz, die Körperzellen bei Patient:innen mit Diabetes Typ 2 aufweisen, spielen auch Hormone des Darms eine Rolle für die Entstehung von Diabetes Typ 2. Dabei wird unter anderem das Darmhormon GLP-1 nicht in ausreichender Menge gebildet. Dieses Hormon ist wichtig für den Glukosestoffwechsel und fördert die Abgabe von Insulin. Außerdem hemmt GLP-1 die Freisetzung von Glukagon, das die Zuckerwerte im Blut erhöht.
5. Derzeitige Behandlungsmöglichkeiten bei Diabetes Typ 2
Das Ziel der Behandlung ist es, den Blutzucker zu senken. So können Folgeerkrankungen, zum Beispiel an Herz, Nieren, Nerven oder Augen, möglichst verhindert werden.
Zur Kontrolle wird regelmäßig der HbA1c-Wert gemessen. Dieser Wert zeigt, wie hoch der Blutzucker ungefähr in den letzten 8 Wochen war. Man nennt ihn auch Langzeitzuckerwert.
Bei gesunden Menschen liegt der HbA1c-Wert meist unter 6,0 %. Bei Menschen mit Diabetes ist er oft höher. Das Behandlungsziel liegt häufig zwischen 6,5 % und 7,5 %. Bei älteren Patient:innen kann auch ein etwas höherer Zielwert sinnvoll sein.
Die Behandlung erfolgt Schritt für Schritt:
1. Lebensstil ändern
Am Anfang stehen meist Schulung, gesunde Ernährung, mehr Bewegung, Gewichtsabnahme und Rauchstopp.
2. Medikamente als Tabletten
Wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen, werden Medikamente eingesetzt. Häufig wird zuerst Metformin gegeben.
3. Weitere Behandlung
Wenn der Blutzucker weiterhin zu hoch bleibt, kann die Therapie angepasst werden. Manche Patient:innen benötigen weitere Medikamente oder später auch Insulin.
Die passende Behandlung wird individuell festgelegt und regelmäßig kontrolliert..
Wenn Metformin allein nicht ausreicht, wird häufig ein weiteres orales Antidiabetikum zur Behandlung hinzugefügt (Stufe 3). Beispiele für weitere Medikamente sind: Glibenclamid, Gliquidon, Glimepirid, Repaglinid oder Sitagliptin.
Stufe 4: Insulin
Reicht die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse nicht aus, kann eine Zugabe von Insulin notwendig werden. Insulintherapien unterscheiden sich in der Zeit, bis die Wirkung eintritt (Spritz-Ess-Abstand) und in der Wirkdauer. Je nach Ausgangslage, Tagesablauf, Wünschen und Bereitschaft der Patient:innen wird eine individuell passende Insulintherapie ausgewählt:
- Konventionelle Insulintherapie: Spritzen eines Misch-Insulins, das schnell und lange wirkt. Wird typischerweise 2-mal am Tag gespritzt und eignet sich bei regulärem Tagesablauf und regulären Mahlzeiten, zum Beispiel in Pflegeeinrichtungen.
- Intensivierte Insulintherapie (Basis-Bolus-Prinzip): Die Basis bildet ein 1- bis 2-mal pro Tag gespritztes, langfristig wirksames Insulin. Vor jeder Mahlzeit wird zusätzlich gespritzt (dafür wird vorher der Blutzucker bestimmt und die anstehende Mahlzeit eingeschätzt). Die Therapie ist flexibler und senkt den Blutzuckerspiegel langfristig besser, ist dafür aber aufwendiger in der Durchführung.
6. Aktueller Forschungsstand
In den letzten Jahren wurden bei der Behandlung von Typ-2-Diabetes große Fortschritte gemacht. Besonders wichtig waren neue Medikamente, die als Tabletten eingenommen werden können. Diese Medikamente helfen jedoch nicht allen Patient:innen gleich gut. Deshalb wird weiter erforscht, warum Typ-2-Diabetes entsteht und wie man ihn besser behandeln kann. Forschende haben zum Beispiel ein Gen entdeckt, das bei manchen Menschen das Risiko für Typ-2-Diabetes erhöhen könnte. In Zukunft könnten solche Erkenntnisse helfen, das persönliche Risiko früher zu erkennen.
Auch neue Behandlungsmöglichkeiten werden untersucht. Dabei wurde ein Rezeptor entdeckt, der die Wirkung von Insulin hemmen kann. Wenn dieser Rezeptor blockiert wird, könnten Körperzellen wieder besser auf Insulin reagieren.
Diese Forschung macht Hoffnung auf neue Therapien. Bis daraus sichere Behandlungen für Patient:innen entstehen, sind jedoch weitere Studien nötig.
7. Klinische Studien zu Diabetes Typ 2: häufig gestellte Fragen

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